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Die Verarbeitung der Naturfaser Pferdehaar
Gürtel aus gefärbtem und geflochtenem PferdehaarAuf diesen Seiten geht es darum, ein altes Kunsthandwerk, das "Horsehair-Hitching" neu zu entdecken.
Hitchen bedeutet: knüpfen, knoten, schlaufen. Dadurch nimmt diese Art der Verarbeitung eines Werkstoffes eine Sonderstellung ein, da es sich dabei weder um eine Web,-Makramee- oder Flechttechnik handelt. Die einzelne Haarsträhne wird um einen Kettfaden gewickelt, der um eine "Seele" läuft, die aus einem Stock, einem Draht, Leder o.ä. besteht.
Ich hatte das Glück vor ca. 10 Jahren auf der Equitana in Essen die Hitcherin Maria Sabine Schmidt aus Nürnberg kennenzulernen.
Anhand der von ihr geschriebenen Arbeitsunterlagen für die "Hitcher-Gemeinde" und viel Geduld, die man für dieses Handwerk aufbringen muß, war ich nach einiger Zeit in der Lage, kleine Accessoires herzustellen.
Seinen Ursprung hat das Horsehair-Hitching in Amerika, wo dieses Handwerk als
Cowboykunst galt. Es wird jedoch vermutet, das Sklaven aus Afrika diese Art der Pferdehaarverarbeitung nach Amerika brachten.
Die Verarbeitung von Pferdehaar war fast in Vergessenheit geraten.
Um so mehr Freude macht es deshalb, den interessierten Menschen auf Handwerkermärkten oder anderen Veranstaltungen zu zeigen, wie dieses schöne und strapazierfähige Naturmaterial verarbeitet werden kann.
Aus einem Büschel Schweifhaar kann nach einiger Vorbereitung ein wunderschönes und einzigartiges Schmuckstück werden.
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